Fortbildung "Solidarische Unterstützung von geflüchteten Frauen durch eine stress- und traumasensible Haltung"

Die Teilnehmenden der Fortbildung erhalten Grundlagenwissen zur Verarbeitung von Stress und traumatischen Erfahrungen, um das Verhalten Betroffener besser einordnen zu können. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Traumafolgereaktionen erkennen und wie sie am besten mit traumatisierten Menschen umgehen können. Sie lernen Grundprinzipien einer stress- und traumasensiblen Haltung, deren Anwendung keine therapeutische Ausbildung erfordert.

Diese Grundprinzipien können von unterschiedlichen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in der praktischen Arbeit im Kontext Flucht und Migration angewendet werden. Sie erfahren, wie sich eine Posttraumatische Belastungsreaktion entwickeln kann und welche Faktoren zu einer gelungenen Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen beitragen. Sie entwickeln Handlungsansätze, wie sie eine traumasensible Haltung in ihrem eigenen Tätigkeitsfeld umsetzen und damit zur Stärkung von geflüchteten Menschen und auch zur eigenen Selbstfürsorge beitragen können.

Schwerpunkte:

Grundlagen der Psychotraumatologie, Hintergründe und Folgen geschlechtsspezifischer Gewalt, Stress- und Traumasensibilität im Umgang mit gewaltbetroffenen Menschen, Selbstfürsorge

Termin: Fr, 17. März: 10.00 h - 18.00 h + Sa, 18. März.: 9.30 h - 12.30 h

Referentinnen:
Karin Griese, Soziologin, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Systemische Therapeutin, Leiterin des Fachbereichs Trauma-Arbeit der international tätigen Frauen- und Hilfsorganisation medica mondiale e.V.
Yvonne Sartor, Sozialpädagogin, Mitarbeiterin Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin, Arbeitsschwerpunkte:Trauma und Inter- bzw. Transkulturalität, Trainerin medica mondiale

Max. TN-Zahl: 20 Personen

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos. Für Getränke im Seminarraum wird einmalig eine Pauschale von 10 € erhoben.

Ort: Tibus-Stift, Tibus-Platz 1, 48143 Münster